Dienstag, 16. September 2014

Sind Glasflaschen von innen mit Kunststoff beschichtet ?

Es ist eher umgekehrt !
Glas ist eigentlich ein perfektes Material zur Aufbewahrung von Getränken, da es vollständig dicht ist und keine Inhaltsstoffe abgibt. Allerdings ist Glas auch recht schwer.
Die PET-Flaschen dagegen haben das Problem, dass sie nicht gasdicht sind und kohlensäurehaltige Getränke darin demzufolge auch nur begrenzt haltbar sind. Aus diesem Grund beschichten die Hersteller zunehmend die Innenflächen mit Siliziumoxid – also Glas. Dadurch werden die Flaschen völlig dicht und bleiben ohne Einschränkung recyclebar.

Sonntag, 14. September 2014

Woher kommt "Blockbuster" ?

Für Kinofreunde beginnt im Herbst wieder die Zeit der „Blockbuster“ mit weiteren Teilen der Fantasy-Reihen „Die Tribute von Panem“ und „Der Hobbit“.
Der Begriff Blockbuster lässt sich mit „Wohnblock-Kracher“ übersetzen und bezeichnete ursprünglich eine Fliegerbombe im Zweiten Weltkrieg, die ganze Wohnblöcke zerstörte.
In den 1970er Jahren übertrug man dann den Ausdruck auf Kinofilme, bei denen sich Besucher-Warteschlangen um ganze Häuserblöcke ausdehnten.

Dienstag, 9. September 2014

Warum nennt man Chicago auch „Windy City“ ?

Chicago galt in den 1860/70er-Jahren wegen des Windes, der vom Michigansee her weht, als eine Art Luftkurort. Aber schon bald wurde etwas anderes mit „windig“ gemeint, nämlich unseriös. Im 19. Jahrhundert hatte die Stadt nicht den besten Ruf, da ihre Honoratioren als windig, oder im Klartext korrupt, galten.
Bürgermeister Hempstead Washborne warb 1893 für seine Wiederwahl mit den Worten: „Es ist klüger, für einen Mann zu stimmen, der bereits genug gestohlen hat, als für einen neuen.“ Die Wahl hatte er verloren.
Im gleichen Jahr fand eine Weltausstellung, die World Columbian Exposition, in Chicago statt. Im Vorfeld, als es noch darum ging, New York, Washington und St. Louis aus dem Feld zu schlagen, die ebenfalls die Weltausstellung ausrichten wollten, hatten die Chicagoer so dick aufgetragen – also so viel Wind gemacht - dass die Presse den Begriff „windige Stadt“ mit Begeisterung verbreitete.

Quelle: www.pmmagazin.de

Donnerstag, 4. September 2014

Was bedeutet ein Kirchenaustritt ?

Die rechtliche Möglichkeit eines Kirchenaustritts – die Trennung eines Kirchenmitglieds von seiner Kirche oder Glaubensgemeinschaft – ergibt sich aus dem religiös neutralen Charakter des Staates und der im Grundgesetz verankerten Glaubens- und Gewissensfreiheit. Dabei ist nur der der äußerliche rechtliche Bereich ist betroffen, die innere Bindung durch die Taufe, die unauslöschlich ist, kann nicht gelöscht werden.
Öffentlich-rechtlich wirksam wird der Kirchenaustritt durch eine Erklärung vor dem Standesamt oder dem Amtsgericht.
Seitens der Kirche erlöschen mit dem Kirchenaustritt alle kirchlichen Rechte wie der Zugang zu den Sakramenten der Beichte und der Eucharistie und die äußeren Pflichten der Kirchenmitgliedschaft. Der aus der Kirche Ausgetretene wird nicht mehr zur Kirchensteuer herangezogen.
Den Entschluss eines aus der Kirche Ausgetretenen muss die Kirche auch nach dessen Tod respektieren und darf ihn nicht durch ein kirchliches Begräbnis wieder einvernehmen.

Samstag, 30. August 2014

Wie entstanden die Begriffe "Orange" und "Apfelsine" ?

Orange
Diese bekannte und auch beliebte Zitrusfrucht ist in Deutschland unter zwei Namen bekannt:In Norddeutschland Apfelsine (ursprünglich „appelsina“ = Apfel aus China; siehe nachfolgende Erklärung) genannt, heißt sie im Süden Orange.
Der Name Orange entwickelte sich aus dem Sankrit: Aus „naranga“ wurde im Persischen „narendsch“, im Arabischen „narandsch“ und im Spanischen „naranja“. Das „N“ verschwand im Laufe der Zeit, und so kam es zu der Bezeichnung „arancia“ im Italienischen und „orange“ im Französischen.
In Deutschland werden drei Sorten dieser Frucht angeboten: Blondorangen ( Jaffa und Valencia), Navelorangen und Blutorangen.

Apfelsine
Portugiesische Seefahrer brachten im 16. Jahrhundert eine süße Zitrusfrucht aus China mit, die man bald „Apel de Sina“ (Apfel aus China) nannte. Bittere Varianten wie die Bitterorange und die Pomeranze waren in Europa schon seit dem Mittelalter bekannt.
Der Import der süßen Orangen erfolgte ab dem 18. Jahrhundert über die Nordseehäfen, wodurch sich der Name „Apfelsine“ nördlich des Mains und im Niederländischen (= sinaasappel) durchsetzte. Entstanden ist die Apflesine aus einer Kreuzung zwischen Pampelmuse und Mandarine.


Mittwoch, 6. August 2014

Woher kommt "Etwas an die große Glocke hängen ?"

Einschneidende und auch unangenehme Veränderungen teilen wir nicht gleich allen mit, sondern warten lieber damit auf eine passende Gelegenheit, weil wir nicht gleich alles „an die große Glocke hängen“ wollen.
Diese Redewendung geht auf den mittelalterlichen Brauch zurück, bei dem die große Kirchenglocke eine öffentliche Gerichtsversammlung einläutete. Ebenso wurden Verlautbarungen mit Glocken angezeigt – z. B. mit der Handbimmel des Gemeindedieners.
Der Dichter Matthias Claudius (1740-1815) schrieb dazu:
                                    
                                       „Hänge an die große Glocke nicht,
                                         was jemand im Vertrauen spricht.“

Samstag, 2. August 2014

Besteht ein Anspruch auf Entschädigung bei verspäteten Flügen ?

Entschädigungsansprüche bei verspäteten Flügen sind durch die Europäische Fluggastrechteverordnung EU 261/2004 geregelt. Sie garantieren bei einer Verspätung am Zielort von mindestens drei Stunden Ansprüche auf bis zu 600 Euro.
Jeder verspätete Flug, der von einem Flughafen innerhalb der EU startet, ist von dieser Verordnung betroffen – unabhängig von Anbieter oder Destination. Außerdem sind alle Flüge mit einem Zielflughafen innerhalb der EU von der Verordnung betroffen, wenn sie von einer EU-Fluglinie angeboten werden.
Neben Flugverspätungen sind Entschädigungsansprüche bei verpassten Anschlussflügen, annullierten Flügen und bei Überbuchung durch die EU-Verordnung geregelt. Hier helfen Spezialisten für Reiserecht, um Entschädigungsforderungen durchzusetzen.

Quelle: refund.me