Mittwoch, 19. November 2014

Was sind Freakwaves ?


„Freakwaves“ oder „Monsterwellen“ sind mindestens doppelt so hoch wie der oberste Durchschnitt der Wellenhöhen in einem Meeresgebiet. So können bei starkem Wellengang von 15 Metern bis zu 30 Meter hohe Wellen entstehen, die auch für hochseetüchtige Schiffe zur Gefahr werden.
Monsterwellen werden aber relativ zu den umgebenen Wellen bewertet, deshalb wird zum Beispiel bei maximaler Wellenhöhe von einem Meter auch eine zwei Meter hohe Welle als Monsterwelle bezeichnet. Nach der linearen Wellentheorie können sich mehrere Wellen, abhängig von Windstärke und Windrichtung, überlagern. So können schnelle Wellen mit großer Wellenlänge kleinere einholen und sich mit ihnen zu einer größeren auftürmen.
Monsterwellen entstehen alle ein bis drei Tage überall in der Welt und stellen nach wie vor offene Fragen an die Forschung.

Quelle: Helmholtz-Zentrum, Geesthacht   Zentrum für Material- und Küstenforschung, Geesthacht

Montag, 10. November 2014

Woher hat das Murmeltier seinen Namen ?


Viele glauben, dass das Murmeltier murmelt, also daher seinen Namen hat, aber das ist ein Irrtum.
Bei Gefahr, wie durch Füchse, Marder oder Adler, stößt das Murmeltier einen grellen Warnlaut aus, und seine Artgenossen bringen sich in Sicherheit. Der schrille Ton hört sich wie ein Pfiff an, ist aber eigentlich ein Schrei, weil er im Kehlkopf erzeugt wird. Stoßen jüngere Koloniemitglieder diesen Warnschrei aus, werden sie nicht immer ernst genommen, da die Jungtiere noch oft Fehlalarm auslösen.
Der Name leitet sich vom althochdeutschen „murmunto“ ab und hat seinen Ursprung in dem lateinischen „mus montis“, was so viel wie „Bergmaus“ heißt. Die alten Römer nannten die Murmeltiere so, weil sie unter der Erde hausen. Ihre Gänge graben sie mit den Vorderpfoten, und der längste gemessene Murmeltiergang war ein Tunnel von 113 Metern Länge.
Je nach Art können diese Tiere 30 bis 50 Zentimeter groß werden, dazu kommt ihr langer buschiger Schwanz von 10 bis 25 Zentimetern.

Samstag, 1. November 2014

Was sind Schmuddelkinder ?

Der Begriff „Schmuddel“ kommt aus dem Mittelneuhochdeutschen von „smudden“ und bedeutet so viel wie „schmutzig“. Ein Schmuddelkind ist also ein Kind, das nicht ganz sauber ist, weil es draußen spielt. Es kann mit dem Ausdruck aber auch abwertend ein Kind gemeint sein, das sich auf der Straße herumtreibt, weil es kein gepflegtes Zuhause hat.
Bekannt wurde der Begriff durch den Liedermacher Franz Josef Degenhardt, der 1965 dichtete:

Spiel nicht mit den Schmuddelkindern,
sing nicht ihre Lieder.
Geh doch in die Oberstadt,
mach's wie deine Brüder !“
 
Degenhardts Ballade erzählt die Geschichte eines Jungen aus „besserem“ Hause, der gern mit Arbeiterkindern spielt, dann aber in die Oberschule gezwungen wird, um die Karriere zu machen, die Eltern und Lehrer erwarteten. Das Lied kritisiert Karrierismus und Diskriminierung von Arbeiterkindern.
 
Quelle: Duden Sprachberatung, Mannheim

Sonntag, 19. Oktober 2014

Gibt es eine Frucht, die Saures süß schmecken lässt ?

Die so genannte Wunderbeere kommt aus Afrika. Ihr Inhaltsstoff Miraculin (hat nichts mit dem Pasta-Gericht Miracoli zu tun) lässt Saures süß schmecken. Wenn man sie kaut, schmeckt sie schwach süß-sauer, weder auffällig noch lecker. Aktiv wird Miraculin im Zusammenhang mit Saurem. Trinkt man Zitronensaft, „hängt“ sich Miraculin an die Rezeptoren für süß auf der Zunge. So können Menschen, die eine Wunderbeere kauen, dann reinen Zitronensaft trinken, anschließend nur „süß“ schmecken.

Montag, 13. Oktober 2014

Woher kommt der Ausdruck "Jazz" ?

Die Stilrichtungen des Jazz reichen von Dixieland, Swing, Bebop bis hin zu Free Jazz und zeichnen sich vor allem durch die Betonung von Rhythmik und Improvisation aus. Entstanden ist der Jazz aus Arbeiter- und Tanzliedern schwarzer Sklaven, und man nimmt an, dass der Begriff aus dem Kreolischen abgeleitet wurde.
Das französische „chasser“ für „jagen, treiben, hetzen“ wurde zu „jass“, einem Musikstil, der erst als „Ragtime“ bekannt wurde. Als „Jazz“ tauchte das Wort erstmals 1915 auf, als eine Ragtime-Band bei der Baseballmannschaft „San Francisco Seals“ spielte.

Montag, 22. September 2014

Oktoberfest = Bierzeit en mass

Warum wird Hopfen gezupft ?
Bei der Hopfenernte werden die langen Schlingpflanzen mit Kraft von Drähten gerissen, dann werden die Dolden von den Reben gepflückt. Sie dürfen nicht zerbrechen und es darf auch nicht zu viel Stengel- und Blattanteil mitgeerntet werden. Was früher mühsame Handarbeit war, geschieht heute maschinell.
Der Hopfen wurde „gezupft“, da es zu umständlich gewesen wäre, ihn mit einer Schere abzuschneiden. Des weiteren waren Scheren einfach zu teuer. Da der Hopfen stachelig ist, wurden die Hände auch rau beim Zupfen. Der Hopfen wurde in 60 Liter fassenden Körben, den „Metzen“, gesammelt. Die Vergütung war eher spärlich nach heutigem Ermessen, denn in den 1950er Jahren erhielt ein Zupfer für jeden abgelieferten Metzen ein Hopfenzeichen mit 30 Pfennig Gegenwert.
Allgemein bekannt ist, dass der Hopfen zum Bierbrauen benötigt wird, aber man kann auch Schnaps daraus herstellen, ihn in Brot einbacken oder gar Kissen mit Hopfen zur Beruhigung füllen.
Quelle: Freilichtmuseum Massing

Wie funktioniert ein Tintenkiller ?

Der Tintenkiller ist aus dem Schulalltag nicht mehr wegzudenken und für die Führung ordentlicher Schulhefte unabdingbar. Aber nicht jede farbige Tinte ist „weg zu killen“, denn wirklich gut funktioniert der Tintenkiller nur bei blauer Tinte. Mit diesem praktischen Stift wird die Tinte auch nicht gelöscht sondern nur unsichtbar gemacht. Das liegt an den flachen Farbmolekülen der blauen Tinte, in denen viele frei bewegliche Elektronen herumschwirren. Einfallendes Licht wird größtenteils absorbiert und nur der blaue Anteil des sichtbaren Lichts wird zurückgeworfen, also sichtbar. Die Flüssigkeit des Tintenkillers enthält Sulfite, die chemisch mit den Fabmolekülen der Tinte reagieren und ihren Aufbau verändern. Sie nehmen eine Pyramiden-Form an, in der sich die Elektronen nicht mehr frei im gesamten Molekül bewegen können. Nun werden alle sichtbaren Anteile des sichtbaren Lichts reflektiert und die Tinte verliert ihre Farbe.
Quelle: ww.basf.com