Montag, 24. Februar 2014

Warum brummt der Transformator?


Transformatoren wandeln Wechselspannungen um. Sie bestehen aus einem u-förmigen Eisenkern, um den zwei Spulen gewickelt sind. Diese Spulen sind an verschiedene Stromkreise angeschlossen. Die angelegte Wechselspannung wird von einer Spule erhöht oder gesenkt – je nachdem, wie oft der Strom auf der anderen Spule um den Kern geführt wird.
Mit der Frequenz der eingehenden Wechselspannung, die bei uns in Deutschland zum Beispiel 50 Hertz beträgt, ändert sich die Magnetisierung des Eisenkerns 50 mal pro Sekunde. Da sich Eisen ausdehnt, wenn ein Magnetfeld darauf einwirkt, kommt es zu winzigen Ausdehnungen und Stauchungen, der Transformator vibriert und beginnt zu brummen. Dieser Vorgang wird im Fachjargon „Magnetostriktion“ genannt.

Quelle: Pressestelle ABB AG, Mannheim

Dienstag, 28. Januar 2014

Wie hoch sind die Besucherzahlen deutscher Museen?

Insgesamt 6.355 Museen wurden angeschrieben, um die Besucherzahlen zu ermitteln. Von den 5.236 Museumseinrichtungen, die geantwortet haben, meldeten 4.848 Museen ihre Besucherzahlen. Wenn man diese Zahlen addiert, ergibt das 112.807.633 Museumsbesuche im Jahr 2012 in Deutschland. Das sind 3.226.020Besuche mehr als 2011.
Der Besucherzuwachs hat je nach Bundesland und Museumsart unterschiedliche Gründe. Die am häufigsten genannten Gründe waren große Sonderausstellungen und die Erweiterung von Öffentlich-keitsarbeit und Museumspädagogik.
Besonders deutlich war der Besucherzuwachs bei den naturwissenschaftlichen und technischen Museen sowie bei den Kunstmuseen, gefolgt von den historischen und archäologischen Museen.
Der Begriff „Museum“ ist übrigens in Deutschland nicht geschützt.


Quelle: Institut für Museumsforschung, Berlin

Mittwoch, 15. Januar 2014

Gibt es typische Nahtoderfahrungen?

Der amerikanische Psychiater Raymond Moody glaubte anhand von Untersuchungen typische „Kernsymptome“ von Nahtoderfahrungen ausmachen zu können wie zum Beispiel das Wahrnehmen von Geräuschen, das Gefühl, sich in einem Tunnel zu befinden, Lichterscheinungen oder die Rückschau auf das eigene Leben.
Mittlerweile weiß man, dass diese Erfahrungen nicht an einem durchlebten klinischen Tod beziehungsweise längeren Herzstillstand gebunden sind. Sie treten zweimal so häufig bei Drogenkonsum und sogar dreimal so häufig bei Missbrauch des Betäubungsmittels Ketamin auf. Zudem gibt es kein konstantes Muster, dem die Erfahrungsqualitäten folgen - nicht jeder erlebt also das Gleiche. In Verbindung mit oben genannten „Erlebnissen“ ist die Verwendung des Begriffs „Nahtoderfahrung“ also problematisch.
Quelle: Dr. med. Birk Engmann, Mythos Nahtoderfahrung, Hirzel-Verlag, Stuttgart, 2011

Donnerstag, 9. Januar 2014

Sich im Grab umdrehen

Wenn ein reicher Erbe das Vermögen durchbringt, heißt es: „Sein Vater würde sich im Grab umdrehen“. Dahinter steht die Vorstellung, dass ein Verstorbener machtlos zusehen müsse, was seine Nachkommen treiben. Tatsächlich fand man in früheren Zeiten Tote in absonderlichen Positionen – vermutlich Scheintote, die sich aus dem Grab zu befreien versucht hatten – und verband das mit dem verschwenderischen Leben oder sonstigen negativen Verhalten der Nachkommen.
Im 18. Jahrhundert ging diese Ausdrucksform in die Literatur ein. So schreibt Schiller in seinem Dama „Wallenstein“ (1799): „Der edle Wein! Wenn meine alte Herrschaft, die Frau Mama, das wilde säh, in ihrem Grab kehrte sie sich um!“

Dienstag, 31. Dezember 2013

Guten Rutsch ins neue Jahr !!!!

Für viele war gestern schon der letzte Arbeitstag im Jahr, etliche Dienstleister müssen und mussten heute am letzten Tag des Jahres noch arbeiten. Man verabschiedet sich von allen mit einem „guten Rutsch ins neue Jahr“.
Allgemein nimmt man an, der Wunsch würde auf das hebräische „Rosch ha schana tov!“ (Gutes neues Jahr!) zurückgehen. Er begleitet das jüdische Neujahrsfest, das im September, manchmal auch im Oktober stattfindet. Doch schon das Wörterbuch der Gebrüder Grimm verweist auf den Gebrauch des Wortes „rutschen“ im scherzhaften Sinne von „reisen“ oder „fahren“. Demzufolge wünscht man also eine „gute Reise ins neue Jahr“.

Ich wünsche allen meinen Lesern einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2014 !

Montag, 30. Dezember 2013

Silvester

Der heutige Tag wird Silvester genannt - das geht auf den Papst Silvester I. zurück, der am 31. 12. 335 verstarb.
Ein Jahr, bevor seine Amtszeit begann, gewährte der römische Kaiser Konstantin (280 – 337) den Christen Religionsfreiheit, und somit war Silvester der erste Bischof von Rom, der nicht unter der Christenverfolgung zu leiden hatte. Den Ehrentitel „Papst“ bekamen die lebenden und verstorbenen Bischöfe erst im 5. Jahrhundert. Die Kirchenväter pfropften den Namen des heiligen Silvester dem heidnischen Fest der Germanen zum Jahresende auf.


Donnerstag, 19. Dezember 2013

Was für eine Frucht sind Lorbeeren ?

Wenn man davon spricht, dass sich jemand seine Lorbeeren verdient hat oder sich auf ihnen ausruht, dann spricht nicht von den eigentlichen Beeren, sondern von den Blättern, aus denen in der Antike der Lorbeerkranz gewunden wurde. Dieser Lorbeerkranz war eine besondere Auszeichnung, wie zum Beispiel für einen Sieg, weshalb er auch „Siegerkranz“ genannt wurde. Entsprechend seiner Bedeutung sind Lorbeerkränze auf Gemälden oft golden dargestellt.
Die Lorbeer-Früchte dagegen sind klein und schwarz, also eher unscheinbar wirken. Aus ihnen kann man ein Öl herstellen, das bei Prellungen, Verstauchungen und rheumatischen Beschwerden helfen soll. Aber auch in der Parfumherstellung wird dieses Öl als Duftkomponente eingesetzt.
Die Blätter werden als Gewürz und zum Heilen genutzt, können aber auch Allergien auslösen, da die ganze Pflanze leicht giftig ist – vor allem aber ist der Kern der Früchte giftig.

Quelle: Palmengarten Frankfurt am Main